Abschied auf Zeit – Baustellengottesdienst

Abschied auf Zeit – Baustellengottesdienst

Am Sonntag, den 10. Februar feierten wir ein letztes Mal mit etwa 40 Besuchern Gottesdienst in der St. Andreas-Kirche vor der Sanierung! Wie viele Gebete hängen in diesen Mauern? Wie viele Hoffnungen und Tränen?

Ein bisschen wehmütig nahmen wir im Baustellengottesdienst Abschied von der Kirche, wie wir sie viele Jahrzehnte kannten. Aber wir sahen auch den abgeblätterten Putz und die dreckigen Wände. Die Bänke waren raus und auch sonst war alles sehr kahl und ungewohnt. Wir nutzten die Gelegenheit und bewegten uns durch die leere Kirche: einen Teil der Predigt gab es im Altarraum, einen anderen im Mittelschiff, den dritten Teil auf der Empore neben der eingepackten Orgel. Es war klar: Baustellen sind nicht wirklich schön, weder die mit Dreck und Lärm, noch die Baustellen in unserem Leben. Und trotzdem sind sie notwendig, weil sie wichtige Veränderungen mit sich bringen und neue Chancen eröffnen! “Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen…” sangen wir am Ende. Und dann durften wir das machen, was man normalerweise nie macht: Mit Erlaubnis des Restaurators Mark Malinowski durfte sich jeder mit Bleistift auf den Kirchenwänden verewigen.

Wir sind dankbar, dass es endlich losgeht und freuen uns auf eine sanierte Kirche, die bald in neuem (alten) Glanz erstrahlt – zur Ehre Gottes!

„Das Leben ist eine Baustelle.
Bete, als hinge alles von Gott ab.
Handle, als hinge alles von Dir ab.“
Kirchenvater Augustin (354–430 n.Chr.)